Test 02/2024 – Bridgestone S 23 – Hypersport auf S 1000 XR

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Im ersten Test auf meiner S 1000 XR in 2024 geht es um den brandneuen Hypersportreifen von Bridgestone,
den S 23:

S 1000 XR mit Bridgestone S 23 - hinten

S 1000 XR mit Bridgestone s 23 - vorne

BMW S 1000 XR mit Bridgestone S 23 - Hypersportreifen

In der Kategorie Hypersport Motorradreifen hat es der Bridgestone S 23 mit diesen Marktteilnehmern zu tun:
Dunlop Sportsmart Mk 3
Metzeler M9 RR
Mitas Sportforce+ EV
Pirelli Diablo Rosso 4
Michelin Power 5

Für den zu letzt genannten Power 5 hat Michelin gerade den Power 6 vorgestellt. Diesen werde ich als nächstes testen.

Aber jetzt erstmal den S 23 fahren. Auf den ersten Metern rollt er relativ steif ab. Nach der Kontrolle des Reifendrucks erstmal wieder zur Tanke und auf die vorgeschriebenen 2,5/2,9 nach RDKS ablassen. Der Bridgestone S 23 bleibt sportlich straff was in Kombination mit meiner S 1000 XR bedeutet, das wenn es zügiger gehen soll das ESA auf Dynamik stehen muss.
Was mich seit auf den ersten Metern begeistert ist die leichtfüßige Neutralität schon bei geringsten Richtungswechsel. Dieses entspricht meiner Vorliebe im Handling, wo überhandliche Hypersportpellen bei mir eher für Irritationen sorgen.
Bei Nässe komme ich nicht an die (Haft)Grenze des S 23, dazu fehlt mir der Mut. Auf der Bremse bleibt er Neutral und verlangt da auch (wie immer auf der S 1000 XR) Dynamik beim ESA. Für Höchstgeschwindigkeitsstabiltät braucht der S 23 den vollen Luftdruck in den Reifen und auch hier ein strammes ESA, sonst fängt die S 1000 XR mit dem S 23 doch an unruhig zu werden, und man muss die S 1000 XR durch Gas weg nehmen wieder „einfangen“.
Das Handling des S 23 begeistert ja schon mal, aber jetzt muss er zeigen was er in Schräglage kann. Nach einer Runde auf meiner Teststrecke sieht er dann so aus:

Bridgestone S 23 auf S 1000 XR - hinten angefahren

Das schöne daran er fährt sich bei ein wenig moderateren Tempo sofort wieder zu:

S 23 hinten auf S 1000 XR wieder zu gefahren

Dieses schnelle „Anspringen“ des S 23 erinnert mich an den Conti Road Attack 4, der dann auch schnell „Fäden“ zog. Die lassen dann beim richtigen Angasen auch einiges an Gummi auf der Straße liegen. Aber in Schräglage zeigt der S 23 dieses Sicherheit gebende „Anlehngefühl“, mache würde es als Aufstellmoment stören, aber für mich hat es genau die passende Stärke um Gefühl für die Schräglage zu haben. Dieses Verhalten wird ja durch die Kontur beider Reifen bestimmt. Das hat im Zusammenhang mit der BMW S 1000 XR noch einen anderen Vorteil. Im Zusammenspiel mit der Traktionskontrolle funktioniert der Bridgestone S 23, bei einem Hypersportreifen eher überraschend, sehr gut.

Cockpitanzeige - Test - Bridgestone S 23 auf S 1000 XR

Wie sie sehen, sehen sie nichts. Trotz guter Schräglage kein Eingriff der DTC.
Nur wenn man es zügiger angehen lässt gibt es erste, nicht merkbare, Eingriffe:

Cockpitanzeige mit DTC - Test Bridgestone S 23 auf S 1000 XR

Mit dem S 23 hat Bridgestone einen Hypersportreifen im Markt, der durch wunderbar leichtfüßiges und dabei neutrales Einlenkverhalten begeistert. Die Verwendung von den aktuellsten verschiedenen Gummimischungen im Reifenaufbau sorgt für Haftung bei Nässe und bei trockener Straße für Referenzwerte bei Zeiten „feilen“. Nur ein Laufleistungswunder ist er nicht, obwohl zum Vorgänger ein Laufleistungs Plus von 8% nach eigenen Bridgestone Tests erreicht wurde.

Hier die Bilder zum Test des Bridgestone S 23 auf der BMW S 1000 XR:
Bilder zum Test des Bridgestone S 23 auf S 1000 XR

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