Test 08/2021 – Dunlop Sportsmart Mk3 – S 1000 XR – K 69

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Jetzt konnte ich endlich den Dunlop Sportsmart Mk3 auf eigener Maschine testen.
Auf meiner S 1000 XR durfte er zeigen was er kann.

Dunlop Sportsmart Mk 3 - hinten - neu

Dunlop Sportsmart Mk 3 auf S 1000 XR - K 69

Von Dunlop zwar als Hypersportreifen angepriesen, der Dunlop Sportsmart TT ist für mich ein Hypersportreifen, würde ich ihn als Supersportreifen bezeichnen.
Für mich also in der Klasse mit:
Metzeler M9 RR
Pirelli Diablo Rosso 4
Michelin Power 5
Bridgestone S 22
Selten war es so wichtig einen Reifen auf eigenem Motorrad zu fahren, von dem man weis welches Fahrverhalten vom Fahrwerk kommt, mit dem Verhalten welches durch den Reifen begründet ist zu unterscheiden.
Hatte ich auf der neuen S 1000 R auf den ich ihn letztens kurz gefahren bin den Eindruck eines sehr straff abgestimmten Supersportreifen, auch bei einem Vergleich mit S22 und dem Michelin Power RS+ auf Kawasaki ZX 10 R SE wo ich ihn vor 2 Jahren schon mal testen konnte hatte ich eher diesen Eindruck, hat er auf meiner S 1000 XR (K69) einige Einschätzungen zum Fahrverhalten korrigiert.

Aber fangen wir erstmal mit den ersten Kilometern nach der Montage des neuen Reifens an.
Fahre ich heutzutage eigentlich alle Reifen ab dem ersten Kilometer zügig, fast ohne Respekt vorm Neuen, sofort mit zackiger Schräglage auf meine Standartrunde, so musste ich doch beim Mk 3 kleine Rutscher beim ersten erreichen diverser Schräglagenwinkel parieren. Alles im unkritischen Bereich, sogar der erste Durchgang durch meine schnellen Kurven ließen die Traktionskontrolle viel stärker arbeiten, als später wo der Reifen, diesmal muss ich wirklich sagen, eingefahren ist. Bei meiner eher zügigen Art einen neuen Reifen zu bewegen braucht der Sportsmart Mk3 ca. 50 Kilometer zum erreichen der vollen Performance.
Dann geht es ab den ersten Kilometern nach dem los fahren mit kalter Maschine leichtfüßig neutral, nicht überhandlich durch Kurven verschiedenster Radien und Geschwindigkeiten. Der Mk 3 sucht keine engere Linie, folgt genau dem eingeschlagenen Kurs. Auch das volle ankern geradeaus fordern halt wie bei allen Reifen auf der neuen S 1000 XR den Dynamik Modus zum erreichen höchster Bremsleitung. In Kurven, auf beim plötzlichen Panikankern bleibt die Maschine unbeirrt auf vorgegeben Kurs. Bei V/max und auch beim vollen Powern dahin (mal alle Gänge ausnutzen) liegt die S 1000 XR mit dem Mk3 ruhig und ohne die Spur eines Aufschaukelns.
Für mich die eigentliche Überraschung des Test des Dunlop Sportsmart Mk3 ist der Abrollkomfort. Er ist kein weicher Tourenreifen, alla Metzler Roadtec 01, aber längst nicht zu straff wie der vorher getestete Pirelli Diablo Rosso 4. Für einen Supersportreifen bügelt er einiges an Asphaltunreinheiten weg. Trotzdem ist die Eigendämpfung so gut, das man tiefste Schräglagen mit sehr hohen Geschwindigkeiten mit großen Vertrauen durchmessen kann.
Hat der Pirelli Rosso 4 wegen seiner besonderen Kontur und dem außergewöhnlich großen Abrollumfang die Assistenzsysteme insbesondere die Traktionskontrolle der S 1000 XR (K 69) zum übertriebenen Regeln animiert, so hat die S 1000 XR (K 69) mit dem Dunlop Sportsmart Mk 3 keine „Probleme“. Der Abrollumfang entspricht der Norm, und die Kontur ist zwar sportlicher als bei den Tourenreifen, aber die K 69 verträgt sich sehr gut mit dem Mk 3. Eine recht rund gefahrene Runde auf meiner „Teststrecke“ sorgt für mehr als erträgliche Werte beim DTC-Eingriff.

Cockpitanzeige - Schräglage - Dunlop Sportsmart Mk 3  - S 1000 XR - K 69

Nur 10% Eingriff bei 52 Grad Schräglage bei einem Supersportreifen ist der beste (niedrigste) Wert den ich bis jetzt bei der K 69 in dieser Reifenkategorie hatte. Auch beim härteren Angasen wird zwar mehr DTC-Eingriff angezeigt, aber der Eingriff macht einen nicht merklich langsamer. Der im Moment montierte Testreifen (ein Tourenreifen nach dem Mk 3) lässt zwar die DTC nicht Eingreifen, aber vertraut/spurt in sehr tiefen Schräglagen (um die 50 Grad) nicht so sicher wie der Sportsmart Mk 3. Hier zeigt sich das ein gut gemachter Supersportreifen auch auf einer S 1000 XR (K 69) absolut seine Berechtigung hat.

Dunlop Sporsmart Mk 3 hinten - angefahren

Das Ablaufbild, selbst nach sehr zügiger Fahrweise, lässt auf eine hohe Laufleistung hoffen.
Während der Dunlop Roadsmart 3 (Tourenreifen) sich bei mir sofort (damals auf der K 1600 GT) sofort durch erstklassige Fahreigenschaften in den Focus geschoben hat, braucht der Sportsmart TT einige Zeit (er wird ja in Erstausrüstung auf der M 1000 RR montiert) um durch seine Allroundqualitäten als Hypersportreifen (sogar auf der R 1250 GS) zu überzeugen. Beim Dunlop Sportsmart Mk 3 hatte ich zuerst (als er auf dem Markt kam und mir zu ersten Tests zur Verfügung stand) den Eindruck eines sehr straffen Supersportreifens, der sich durch den Test auf der eigenen Maschine, wo man die Einflüsse des Fahrwerks kennt, als doch nicht so unkomfortabler Supersportreifen gezeigt, der mit der S 1000 XR (K 69) eine „schlagkräftige“ Kombination ergibt. Jetzt verstehe ich BMW, die den Dunlop Sportsmart Mk 3 bei der neuen S 1000 R ab Werk aufziehen.

Die Bilder zum Test des Dunlop Sportsmart Mk 3 habe ich in diesem Album:
Bildergalerie – Test – Dunlop Sportsmart Mk 3 – S 1000 XR – K 69

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