Fahrbericht – Triumph Trident 660

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Was Ende der 70er Jahre zu meiner Jungendzeit die leistungsstärksten Motorräder am Markt waren, z.B. Kawasaki Z 900 mit um die 80 PS, ist heute bei Triumph die Trident 660, ein „Einsteigermotorrad“ mit 81 PS und einem Preis 7745 Euro das günstigste Motorrad bei Triumph.
Bei den Triumph Media Days in und um Oschersleben konnte ich Sie jetzt fahren.

OSM62 auf Triumph Trident 660

War ich gerade noch die Rocket 3 R mit ihren 2,5 Liter mit der doppelten Leistung und dem mehr als 3 fachen Drehmoment gefahren, so
war ich beim aufsteigen auf dieses „Kinderfahrrad“ Triumph Trident 660 überrascht wie leicht sich doch ein Moped anfühlen kann.
Mit ihren 189 kg voll getankt wiegt Sie ja auch gerade mal knapp über der Hälfte von dem was so eine Rocket 3 R auf die Waage bringt.

Überrascht über die komplette Ausstattung der Trident 660, die sogar als Einstiegsmotorrad über einen Schaltassistent in beide Richtungen verfügt,
zeigt das klassisch Runde Cockpit mit TFT-Bildschirm alle wichtigen Informationen. Mit LED-Beleuchtung, 2 Fahrmodi, ABS und einer abschaltbaren Traktionskontrolle
bietet sie eine teilweise bessere Ausstattung wie Motorräder ein oder zwei Klassen darüber.

Der kleine hoch drehende 3-Zylinder schiebt auf die auf der Landstraße möglichen Tempi mehr als flott genug an. Der Blipper sorgt für schnelle ruckfreie Gangwechsel ohne Kupplungsbetätigung. Die kleinen Einzelhubräume und die höheren notwendigen Drehzahlen sorgen dafür das man im großen Gang im Stadtverkehr mit schwimmen kann, nicht so wie bei der Rocket wo man dann in einem der niedrigeren Gänge rum schalten muss.
Das niedrige Gewicht sorgt für ein Handling nach Art eines Fahrrades. Auch für meine 192cm Körperlänge finde ich auf der Triumph Trident 660 passend Platz.

Nachmittags war Rennstrecke angesagt, bin im ersten Turn zwar mein Wunschkrad dazu gefahren, die Speed Triple 1200 RS, bin aber eher „gerade“ durch die Kurven gefahren, da der vor mir fahrende unserer Dreiergruppe seinen inneren „Schräglagensensor“ nicht auf Rennstrecke trainiert hatte.
Für den zweiten Turn (mehr konnte ich aus Zeitmangel leider nicht fahren) habe ich mich mit dem „Tourguide“ (Ex – Moto 2 Fahrer Arne Tode) einigen können, wenigstens jede zweite Runde direkt hinter ihm fahren zu dürfen und mir von Ihm die Ideallinie der Rennstrecke (Oschersleben war ich noch nicht gefahren) beschleunigten Rades zeigen zu lassen.
Leider lagen zum 2. Turn auf allen Speed Triple 1200 RS schon „Handtücher“ drauf bzw. hingen Helme am Rückspiegel. So bin ich dann mit der gleichen Waffe zum Gefecht angetreten, die auch der Tourguide benutzt, die Triumph Trident 660.

Triumph Trident 660 - rechte Seite

Was sich schon beim ersten Turn angedeutet hat, bestätigte dann die erste wirklich flotte Runde und ärgerte mich auch zugleich. Ich war schon zwei mal hier in Oschersleben und hätte fahren können und habe es Respekt in schlechten Erfahrung in den Jahren nicht getan. Aber so eine leicht zu erlernende Rennstrecke ohne groß nickelige Ecken bin ich ewig nicht gefahren. Schon in der 2. schnellen Runde war ich in den lang gezogenen Rechtskurven damit beschäftigt mit mir, den Fußrasten und „Hanging off light“ mit den Fußrasten am Boden dabei den Speed so weit wie es geht auch durch die Kurven mit zu nehmen. Auch das rein bremsen bis zum Kurvenscheitel einiger Kurven klappt schon ganz zufriedenstellend. Mit dem Power der Triumph Trident 660 kann man richtig Spaß haben. Hier hilft natürlich auch das niedrige Gewicht, der Blipper und die erstklassigen, für diesen Einsatz mehr als ausreichenden Bremsen. Bedenken wegen der verbauten Bereifung ab Werk (der Tourenreifen Michelin Road 5) wurden trotz beherzter (aber runder) Fahrweise, zerstreut. Nicht ein Rutscher obwohl aus den Ecken mit „allem was geht“ raus gefeuert wurde.

Triumph Trident 660 - Reifen Hinten nach Rennstrecke

Für mich ist die Triumph Trident 660 die absolute Überraschung. Preisgünstiger 3-Zylinder mit Sound, Top Ausstattung, Verarbeitung, niedriger Verbrauch, Leicht und auch im Alltag wunderschön angenehm (auch schaltfaul) zu fahren. Und Ausflüge auf die Rennstrecke machen auch Spaß.

Hier habe ich noch ein paar Bilder mit der Trident 660:
Bildergalerie – Fahrbericht Triumph Trident 660

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